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Klimawandel verlängert Blütezeit

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Heuschnupfenzeit dauert immer länger

Erschienen am Freitag, 3. April 2009

Für Menschen mit einer Pollenallergie hat wieder die Leidenszeit begonnen (Foto: dpa)
Für Menschen mit einer Pollenallergie hat wieder die Leidenszeit begonnen (Foto: dpa) Vergrößern

Mit dem warmen, frühlingshaften Wetter hat für die rund 25 Millionen Pollenallergiker wieder die Leidenszeit begonnen. In Zukunft müssen Heuschnupfen geplagte Menschen noch länger mit den Pollen kämpfen: Die Pflanzen werden im Zuge des Klimawandels früher blühen und später damit aufhören, sagte Thomas Dümmel vom Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin.

Momentan fliegen unter anderem Birkenpollen - mit ihnen beginnt die "Hauptsaison" der Allergien. Doch schon bald wird sich der Start der Heuschnupfenzeit in den Dezember verlagern. In den zunehmend milden Wintern blühen Hasel und Erle oft schon im Dezember. Durch die immer heißeren Sommer werden Pflanzen wie die Beifuß-Ambrosie in Deutschland sesshaft. Dadurch verlängert sich die Pollenflugzeit bis in den Oktober.

Pollenflug Hier sind wieder Pollen unterwegs

Schonzeit nur im November

Der Pollenflugkalender - pollenfrei bald nur noch im November? (Foto: dpa)
Der Pollenflugkalender - pollenfrei bald nur noch im November? (Foto: dpa) Vergrößern

Nur der November werde in Zukunft noch pollenfrei sein, erklärte Dümmel. Auch die Zahl der Allergiker werde zunehmen. Denn selbst gesunde Menschen werden stark belastet und können Allergien entwickeln, befürchtet der Wissenschaftler. Derzeit sind etwa 18 Millionen Menschen in den alten und sieben Millionen in den neuen Bundesländern von Heuschnupfen betroffen.

Wetter Aktuelle Themen im Überblick

Unfallgefahr durch Heuschnupfen

Unterdessen hat der Automobilclub von Deutschland berichtet, dass mit dem beginnenden Pollenflug auch wieder die Gefahr von Unfällen im Straßenverkehr steigt. Jeder vierte Unfall entstehe durch die Auswirkungen von Allergien. Tränende Augen oder lang anhaltende Niesanfälle führen bei Auto- und Motorradfahrern zu regelrechten Blindfahrten.

Motorradfahrer besonders gefährdet

Das Fahrzeug ist aufgrund des unkontrollierbaren Niesreflexes für kurze Zeit ohne Einfluss des Fahrers unterwegs. So werden bei einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde gut 25 Meter ohne Kontrolle des Fahrers zurückgelegt. Regelmäßiges Wechseln des Pollenfilters kann die Luftverunreinigungen durch Ozon, Pollen und Schadstoffe im Autoinneren unter Umständen beseitigen. Motorradfahrer dagegen können sich gegen Pollenflug nicht schützen. Denn Arzneimittel beeinflussen sehr oft auch die Fahrtauglichkeit.

Quelle: wetter.info, uwe

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