
09.12.2009, 14:53 Uhr
Das Jahr 2009 brachte Hitze und Trockenheit (Foto: AFP)Das Jahrzehnt 2000 bis 2009 war das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das geht aus vorläufigen Berechnungen der World Meteorological Organization (WMO) hervor, die auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen vorgestellt wurden. Die "2000er Jahre" waren demnach wärmer als die 1990er Jahre, die wiederum die Temperaturen der 1980er Jahre übertrafen. Die endgültigen Zahlen veröffentlicht die WMO im März.
Das Jahr 2009 war nach den Daten der Organisation das fünftwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die globale Durchschnittstemperatur lag um 0,4 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Weite Teile Südasiens und Zentralafrikas erlebten wahrscheinlich das wärmste Jahr seit Messbeginn. Ungewöhnlich warm war es auch in der Arktis: Das Packeis rund um den Nordpol hatte im Sommer eine Ausdehnung von 5,1 Millionen Quadratkilometern - die drittkleinste Fläche, die jemals gemessen wurde. In Nordamerika lagen die Temperaturen allerdings unter dem Durchschnitt.
In vielen Teilen der Welt gab es extreme Wetterereignisse. Das südliche Südamerika, Australien und Südasien wurden von extremen Hitzewellen gebeutelt. Allein Australien erlebte drei Hitzewellen, die teilweise von Buschfeuern begleitet waren. Im Januar und Februar kamen in den Feuern 173 Menschen ums Leben. Im Bundesstaat Victoria wurde mit 48,8 Grad ein Temperaturrekord erreicht.
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Indien erlebte im Mai eine Hitzewelle, die 150 Todesopfer forderte. Im Juli wurden in vielen Städten Kanadas die wärmsten Temperaturen aller Zeiten gemessen: Vancouver erreichte 34,4, die Stadt Victoria 35 Grad. Auch in Europa waren die Temperaturen zeitweise ungewöhnlich warm: In Deutschland, Österreich und Tschechien wurden im April Werte von mehr als fünf Grad über dem langjährigen Mittel gemessen. Weiter im Norden kippten die Temperaturen allerdings ins andere Extrem: In Skandinavien lagen die Temperaturen im Oktober zwei bis vier Grad unter dem Durchschnitt.
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Das Jahr 2009 brachte auch verheerende Dürren mit sich. China erlebte die extremste Trockenheit seit 50 Jahren, aber auch in Ostafrika, Mexiko und Argentinien gab es Dürren. In Kenia fielen der Trockenheit 40 Prozent der Maisernte zum Opfer. Weniger bedrohlich fiel dagegen die Hurrikan-Saison aus: Im Atlantik gab es die wenigsten Stürme und Hurrikans seit 1997.
Quelle: wetter.info, mj
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