
Mit der Ankunft einer zweiten Warmfront im Osten droht eine gefährliche Glatteislage: "Da könnten viel größere Probleme entstehen als im Westen letzte Nacht", sagte Lars Dahlstrom von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Womöglich fällt Regen in bodennahe Kaltluft und gefriert dort schlagartig. Nicht nur Straßen und Wege würden von einem zentimeterstarken Eispanzer eingeschlossen werden - auch Autos, Hochspannungsmasten und alles, was ungeschützt im Freien steht. Die Wetterexperten nennen das "Vereisung".
Im Osten könnte sich ein zentimeterdicker Eispanzer über die Landschaft legen (Quelle: dapd)
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Am Abend zieht von Westen ein großes Regengebiet mit sehr milder Luft ins Land. Dort hat schon gestern eine Warmfront die Frostluft rausgedrückt.
Daher erwarten die Wetterexperten nur noch ganz vereinzelt Glatteisregen auf gefrorenen Böden, bevorzugt in Kältelöchern der Mittelgebirge. "Das betrifft aber wahrscheinlich die wenigsten", sagte Dahlstrom.
Dort, wo die milde Luft auf die Frostkälte prallt, besteht die Gefahr, dass Regen auf den kalten Böden gefriert. Besonders vorsichtig sollte man entlang einer Linie von Schleswig-Holstein bis nach Baden-Württemberg sein. Hier beschränkt sich die Gefahr von Eisbildung aber auf die Böden.
In der Nacht erreicht das Regengebiet auch den Osten. Der Schwerpunkt der Glatteisbildung liegt dann voraussichtlich von Mecklenburg-Vorpommern über Brandenburg, den Osten Sachsen-Anhalts bis nach Sachsen und Bayern.
Dabei kann besonders von Schleswig-Holstein bis nach Brandenburg anfangs noch Schnee, sonst aber verbreitet schon Regen fallen. Später verlagert sich die Gefahr von Vereisungen in den äußersten Osten in die Oder-Neiße-Region.
Wo es zu der gefürchteten Vereisung genau kommen kann, lässt sich nicht vorhersagen. "Aber je weiter östlich, desto größer die Gefahr", erklärte Dahlstrom. "Nach jetzigem Stand könnte es besonders ein Gebiet von der Altmark bis ins Erzgebirge betreffen."
Wo noch viel Schnee liegt, zum Beispiel in den östlichen Mittelgebirgen, wird der weiße Teppich die Gefahr womöglich etwas abpuffern.
Es ist keinesfalls sicher, dass es tatsächlich zu Vereisungen kommen wird, "die Wetterlage in der Nacht macht das aber möglich", sagte Dahlstrom.
Im Verlauf der Nacht setzt sich die Milderung dann fortschreitend von West nach Ost weiter durch, und bis zum Vormittag taut das Eis wahrscheinlich wieder weg. Am längsten bleibt es noch an der Oder und in den Mittelgebirgen kalt mit der Gefahr von Glätte.
Quelle: rf, wetter.info