
12.02.2012, 09:21 Uhr
Die Unwetterzentrale warnt vor spiegelglatten Straßen zunächst im gesamten Nordwesten Deutschlands: Denn mit einer deutlichen Milderung gelangt auch feuchte Meeresluft zu uns. Schon Sonntagvormittag erwarten die Wetterexperten von Meteomedia an der Nordsee den ersten Regen. "Die Tropfen bilden auf den tiefgefrorenen Böden sekundenschnell eine dünne Eisschicht", erklärte Meteorologe Fabian Ruhnau. Autofahrer erwartet eine gefährliche Rutschpartie. Am Montag weitet sich die Glatteisgefahr aus.
Zwar rechnet Ruhnau nur mit geringen Niederschlägen, doch das macht die Glättegefahr nicht geringer: Auf einer dünnen Eisschicht sei es genauso glatt wie auf einem dicken Eispanzer, so der Meteorologe.
Die Faustregeln für den Sonntag lauten: Mit jedem Kilometer Richtung Norden steigt die Glättegefahr - und besonders gefährdet ist der Nordwesten Deutschlands.
Südlich der Warmluftfront herrscht weiter strenger bis sehr strenger Frost - bei einem meist klarem Himmel und viel Sonnenschein.
Mittags fällt der erste Schnee vom Münsterland bis ins nördliche Brandenburg. Im Tagesverlauf gehen die Niederschläge auch dort in Schneeregen oder Regen über. "Es herrscht dann verbreitet erhebliche Glättegefahr", warnte Ruhnau.
Auch das nördliche Mecklenburg-Vorpommern ist eine potentielle Glatteisregion. Die Entwicklung ist dort aber noch unsicher. Am Abend erreichen die Niederschläge dann etwa die nördliche Mittelgebirgsregionen.
In der Nacht zum Montag ziehen Schneefälle bis in den Süden des Landes. Besonders glatte Straßen drohen in Bayern und Baden-Württemberg aber nicht.
Montag und Dienstag muss im Westen noch mit einem Mix aus Regen, Schneeregen und Graupel gerechnet werden. "Dort wo Regentropfen dabei sind, wird es wieder sehr glatt", sagte Ruhnau. Nachmittags erreichen die Temperaturen oft positive Werte.
Im Osten und Süden sind es weiter Schneefälle bei leichten Dauerfrost, die vorerst einen winterliche Eindruck hinterlassen. "Die Umstellung von der extremen Kälte der letzten Wochen hin zu nass-kaltem Wetter vollzieht nur im Westen zügig", sagte Ruhnau. "In den anderen Regionen dauert es ein paar Tage." Am Dienstag ist vor allem im Süden noch mal mit Glätte durch Eis und Schnee zu rechnen.
Am Mittwoch gibt es im Süden und Osten anfangs noch Schnee bis in tiefe Lagen, beim Übergang zu Regen rechnet die Unwetterzentrale örtlich mit Glatteis. Im Westen und Nordwesten ist es dann schon vorbei mit dem Frost und damit ist trotz Regenfällen die Gefahr von glatten Straßen gebannt.
Quelle: rf , wetter.info
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