
Ein mittlerweile alltägliches Bild: Solarkollektoren sammeln Wärme und sparen Geld und Energie (Foto: Weishaupt) Solarthermie erklärt
Mittlerweile sind sie nicht mehr aus den Wohnsiedlungen wegzudenken. Blau schimmern sie in der Sonne und signalisieren jedem: Hier wird Energie gespart. Doch wie funktionieren eigentlich Solarkollektoren? Wie wird die Wärme aufgenommen und was passiert dann? Und wofür kann die Wärme in den eigenen vier Wänden genutzt werden?
Der Blick ins Innere eines Weishaupt Solarkollektors (Abb: Weishaupt) Treffen die Sonnenstrahlen auf einen Kollektor, durchdringen Sie zuerst die Solarglasscheibe und prallen dann auf die Kollektorfläche. Diese ist mit einer speziellen Beschichtung versehen, die die Wärme gut einfängt und die Reflektionen der Strahlen minimiert. Die Kollektorfläche erhitzt sich so auf ca. 100° Celsius. Eine Dämmschicht unter der Kollektorfläche sorgt dafür, dass die Wärme auch an der richtigen Stelle bleibt.
Der Energiespeicher WES-C von Weishaupt, kann die Energien aus unterschiedlichen Quellen aufnehmen. (Abb: Weishaupt) Damit diese Wärme auch ins Haus gelangt, sind Kupferrohre an der Rückseite der Kollektorfläche angebracht. Eine Trägerflüssigkeit (Wasser-Glykolgemisch) nimmt die Wärme im Kollektor auf, transportiert sie zum Speicher der Heizanlage, gibt dort die Energie ab und wird zur erneuten Energieaufnahme zum Kollektor gepumpt. Dies geschieht so lange bis der Speicher im Heizkeller seine Temperatur erreicht hat. Der Solarregler steuert die Solarpumpe, schützt das System vor Überhitzung und errechnet für Sie die gewonnene Energie.
Bei der Nutzung der Solarthermie wird unterschieden zwischen der reinen Trinkwassererwärmung oder der Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Bei letzterem wird die solar gewonnene Wärme auch zur Raumbeheizung genutzt. Dabei spielen die Anzahl der Kollektoren und die Größe und Art des Speichers eine große Rolle. Für die reine Trinkwassererwärmung kommen auf einen Vier-Personen-Haushalt eine Kollektorfläche von ca. 4 m² in Verbindung mit einem 300 l Wassererwärmer - bei der Heizungsunterstützung muss mit mehr Kollektoren und einem Energiespeicher gerechnet werden. Für genauere Informationen werden Details des Gebäudes und Wärmebedarfs benötigt - Auskünfte sollte hier ein Fachmann vor Ort geben.
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Quelle: Weishaupt