
28.04.2010, 14:57 Uhr
Wärmepumpen erklärt
Die Wärmepumpe kommt meist ins Spiel, wenn es um energiesparende und umweltschonende Wärmeerzeugung geht. Die modernen Heizsysteme erfreuen sich größter Beliebtheit. Doch was wird eigentlich wohin gepumpt? Wie funktioniert eine Wärmepumpe und was macht sie anders als andere Heizsysteme?
Mit Wärmepumpen können Sie die Energie aus der Luft, der Erde und dem Wasser nutzen. (Abb: Weishaupt) Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Wärmepumpenarten geht mit der eigentliche Energiequelle einher: Alle funktionieren zwar mit Umweltenergie, nutzen aber unterschiedliche Quellen. Hauptlieferant der auf der Erde vorhandenen Energie ist bekanntlich die Sonne. Die Sonne erhitzt unsere Erde auf ein Niveau, das Leben erst ermöglicht - um genau diese Wärme geht es. Sie befindet sich unter anderem in der Luft, in der Erde und im Wasser - und genau diese Energie machen sich Wärmepumpen zunutze.
Prinzipiell lässt sich diese Frage mit "ja" beantworten. Zwar hat man bei knapp null Grad Celsius nicht den Eindruck, dass die Luft "warm" ist, aber Energie und damit Wärme beinhaltet sie trotzdem - sie könnte ja noch viel kälter sein. Auch unter der Erde befindet sich Energie in Form von Wärme: Sowohl das Erdreich, welches auch im tiefsten Winter nur oberflächlich gefroren ist, als auch das Grundwasser unter uns, das ganzjährig fast 12 °C misst, kann ein Energielieferant für die Wärmepumpe sein.
Begleiten Sie Willi Weitzel bei einer Erdsondenbohrung
Das Kältemittel verdampft sogar bei Minusgraden, wird verdichtet (erhitzt) und gibt die Wärme im Verflüssiger ab. Anschließend wird der Druck wieder abgelassen. (Abb: Weishaupt)
Weder die 0 °C der Luft noch die 12 °C des Grundwassers reichen jedoch aus ein Haus direkt zu beheizen. Damit diese vorhandene Energie auf ein brauchbares Niveau gebracht wird, benötigt man eine Wärmepumpe. Die Energie aus einer Quelle wird von der Wärmepumpe aufgenommen. Dann passiert das gleich wie in einem Kühlschrank - nur umgekehrt: Eine durch die Umweltenergie erwärmte Flüssigkeit (ein Kühlmittel wie im Kühlschrank) verdampft (auch bei Minus-Temperaturen) und wird mit einer Pumpe unter Druck gesetzt. Durch den Druck erhöht sich die Temperatur sehr stark und kann nun zum Heizen genutzt werden. (Wärmepumpen-Technikfilm von Weishaupt)
Nun muss nur noch diese Temperatur an den Heizkreis abgegeben werden (z. B. an die Fußbodenheizung oder an die Heizkörper) und das Haus ist warm. Auf diese Weise können ca. drei Viertel der gesamten Heizenergie aus der Umwelt gewonnen werden. Das restliche Viertel steuert die Pumpe, der sogn. Verdichter, in Form von elektrischem Strom bei.
Keine Emissionen Vor-Ort: Auf den Schornstein kann die Wärmepumpe komplett verzichten. (Abb: Weishaupt) 
Die Wärmepumpe ist ein sehr sparsames und umweltschonendes Heizsystem. Außer elektrischem Strom, der auch bei allen anderen Zentral-Heizsystemen zwingend erforderlich ist, wird kein "Brennstoff" und damit auch kein Schornstein oder Abgasrohr benötigt. Eine Reinigung oder Justierung wird bei einem Wärmepumpensystem äußerst selten benötigt. Zudem ist eine Wärmepumpe extrem wartungsarm.
Wenn Sie sich für Wärmepumpen oder eine andere Heiztechnik interessieren, sollten Sie sich den kostenlosen Ratgeber von Weishaupt zusenden lassen. Hier erfahren Sie alles über Wärmepumpen, Solaranlagen und andere moderne Heizsysteme. Den passenden Ansprechpartner vor Ort finden Sie mit dem Weishaupt Partner-Finder.
Quelle: Weishaupt