
Nach frostiger Kälte und Schnee in weiten Teilen des Landes legt das Winterwetter jetzt erst einmal eine Pause ein. "Die kalte Luft wird nach Nordosten hin verdrängt, überall herrscht Tauwetter, bis in die Hochlagen", sagte Lars Dahlstrom von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info.
Es taut und tropft in Deutschland (Quelle: dapd)
Das eisige Adventswetter wandelt sich zur wolkenreichen und nassen Vorweihnachtszeit. Die Aussichten auf weiße Weihnachten sind dementsprechend in den meisten Regionen in Deutschland eher mau.
Am dritten Adventswochenende besteht wegen des vielen Regens und des Tauwetters an den Nebenflüssen von Mosel, Saar, Neckar und Main Hochwassergefahr, warnte Dahlstrom. Nur über 1200 Meter taut der Schnee nicht weg.
Die Temperaturen liegen im Westen bei milden zehn bis elf Grad, am Oberrhein womöglich zwölf Grad. Im Nordosten bleiben die Temperaturen einstellig bei drei bis vier Grad.
In der neuen Woche geht es unbeständig weiter. Kaum Regen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und im Osten Sachsens (Lausitz), so der Meteorologe. Ansonsten muss überall mit Regenschauern gerechnet werden. "Die Sonnenausbeute hält sich in Grenzen", sagte Dahlstrom. Momentan ist die Sonne an ihrem niedrigsten Standpunkt, es wird spät hell und früh dunkel.
Im Westen ist es am Montag mild bei zehn Grad, nach Nordosten hin liegen die Werte zwischen drei und fünf Grad.
Am Dienstag und Mittwoch wird es ein bisschen kälter, die Schneefallgrenze fällt auf 500 bis 800 Meter. Die Temperaturen liegen zwischen zwei und sieben Grad. In den Mittelgebirgen sinken die Werte so langsam auf den Nullpunkt, dort wird es wieder frostiger.
Am Mittwoch und Donnerstag ist es unter Hochdruckeinfluss etwas trockener. "Aber dann kommen schon neue Tiefausläufer", so Dahlstrom. Eine südwestliche Strömung richtet sich ein, sie beschert der Westhälfte nur bescheidene Aussichten auf weiße Weihnachten. Und dass, obwohl am Freitag ja eigentlich der kalendarische Winter beginnt.
Quelle: tbo, wetter.info