
20.01.2013, 14:08 Uhr | AFP
Extremes Winterwetter hat in Europa am Wochenende mehrere Todesfälle sowie zahlreiche Störungen im Luft- und Zugverkehr verursacht. Auf französischen Straßen kamen sechs Menschen ums Leben, darunter drei Soldaten, die zum Militäreinsatz nach Mali unterwegs waren.
In Heathrow, dem größten Flughafen Londons, wurden hunderte Flüge gestrichen. Tausende Passagiere waren gezwungen, die Nacht im Flughafengebäude zu verbringen.
Die Londoner Flughäfen Gatwick und Stansted funktionierten dagegen am Samstag nahezu störungsfrei. Auf mehreren Bahnstrecken, darunter der Eurostar-Verbindung zwischen London und Brüssel, gab es Zugausfälle und Verspätungen.
Auf den beiden großen Pariser Flughäfen Roissy-Charles de Gaulle und Orly wurden zahlreiche Flüge wegen starker Schneefälle annulliert. Die Fluggesellschaft Air France kündigte an, dass sie am Sonntag ihre Langstreckenflüge aufrecht erhalten werde.
Die Kurz- und Mittelstreckenflüge würden jedoch nur zu 60 Prozent stattfinden. "Verspätungen und Annullierungen in letzter Minute" schloss die Airline gleichwohl nicht aus.
Auch der Zugverkehr in Frankreich war stark beeinträchtigt, da die Züge wegen des Schnees langsamer fahren mussten. Bei den Hochgeschwindigkeitszügen der Eisenbahngesellschaft SNCF führte das zu Verzögerungen von bis zu 40 Minuten. In 53 Departements im Norden und Südwesten Frankreichs galt die Alarmstufe Orange.
Autofahrer hatten vor allem mit Eisglätte zu kämpfen. Im Departement Lozère starben bei einem Verkehrsunfall unter Beteiligung von zwei Lastwagen und zwei Autos drei Soldaten, die von Clermont-Ferrand aus zum Kampfeinsatz nach Mali gebracht werden sollten.
Bei einer Massenkarambolage auf der A75 zwischen Montpellier und Clermont-Ferrand starb ein Paar aus Spanien, in der Nähe von Tours ein 35-jähriger Franzose.
Quelle: AFP
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