
09.11.2012, 13:57 Uhr | rf, wetter.info
Strahlender Sonnenschein über dem oberbayerischen Schliersee. Je höher man in der neuen Woche kommt, desto besser das Wetter. (Quelle: dapd)
Der Drops ist gelutscht: Das Wetter am Wochenende hat für die wenigsten freundliche Momente zu bieten. Ganz anders präsentiert sich die neue Woche: "Während es in vielen Länder Europas einfach nur schüttet, liegen wir im Schutz einer südwestlichen Strömung", erklärte Andreas Wagner vom Wetterdienst Meteomedia im Gespräch mit wetter.info. Für uns bedeutet das ruhiges, abseits von Nebel oder Hochnebel, sonniges und für die Jahreszeit sehr mildes Novemberwetter - das ganze sogar mit der Aussicht auf Verlängerung.
Ein riesiges Tief über Island, eins über Spanien, ein drittes über der Türkei - und für uns ein Hoch über den Alpen. Aus diesen Zutaten wurde am Freitag das freundliche Wetter in Deutschland gemacht. Leider zieht das Hoch am Wochenende nach Osten ab, und dichte Wolken und Regen vermiesen uns das Wochenende.
Samstagfrüh fängt es im äußersten Westen an zu regnen. Schnell breitet sich der Niederschlag weiter aus. Besonders nass wird es von Baden-Württemberg, dem Saarland, Rheinland-Pfalz bis nach Hessen. Im Nordwesten erwartet der Meteorologe eher einen Wechsel aus starker Bewölkung und Schauern. "Dauerregen ist nicht dabei", so Wagner.
Im Tagesverlauf zieht das schlechte Wetter weiter in Richtung Nordosten, und wenn später am Alpenrand der Föhn zusammenbricht, sind auch weite Teile Bayerns betroffen.
Zuvor klettern die Temperaturen dort im Sonnenschein auf bis zu 15 Grad. Schwere Sturmböen an den Alpen und Orkan auf den Gipfeln sind aber mit von der Partie.
Die besten Aussichten auf einen trockenen, heiteren, teils auch sonnigen Tag gibt's ganz im Südosten - von Ober- über Niederbayern bis in die Osthälfte Sachsens. Verbreitet klettert das Quecksilber auf zehn bis zwölf Grad, im Westen und Südwesten bis auf 13 oder 14 Grad.
Am Sonntag ist das Hoch über den Alpen abgezogen, und der Regen erreicht auch den Südosten. Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen und Brandenburg sind total verregnet - und die Temperaturen bleiben schon bei acht Grad stecken.
In der Nordwesthälfte besteht noch Hoffnung auf ein paar Wolkenlücken. "Hier und da schafft es die Sonne!", prophezeit Wagner. Aber leider gilt im Herbst immer: Sonne und Nebel liegen dicht bei einander.
Immerhin halten sich die Temperaturen bei zehn bis zwölf Grad auf sehr mildem Niveau. "Insgesamt sieht es dort am Sonntag also gar nicht so schlecht aus", sagte der Wettermann.
Zu Beginn der neuen Woche strömt weiter sehr milde Luft nach Deutschland. Für die Jahreszeit recht warme Luft aus Spanien und von den Kanaren lässt einen erneuten Wintereinbruch in weite Ferne rücken. Und so sind am Montag und Dienstag zweistellige Höchstwerte sehr wahrscheinlich.
Zudem macht sich Hochdruckeinfluss breit. Zwar können uns vor allem im Süden noch Nebel oder Hochnebel einen Strich durch die Rechnung machen. Aber sonst dürfte es recht sonnig in Deutschland zugehen. Einzige Ausnahme: An der Nordseeküste ist es zeitweise stark bewölkt mit etwas Sprühregen.
Am Mittwoch und Donnerstag ziehen die Temperaturen nach derzeitigen Prognosen noch mal leicht an. Nur in den Nebelgebieten wie dem Donautal und der Bodenseeregion ist schon unterhalb der Zehn-Grad-Marke Schluss.
Das Problem mit dem Nebel wird aber in der zweiten Wochenhälfte weiter zunehmen, "vor allen in den Mittelgebirgen gucken dann nur noch die Gipfel aus den Wolken raus", befürchtet Wagner.
Quelle: rf, wetter.info
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