
Jede Menge Regen und die Schneeschmelze der vergangenen Tage haben die Flüsse im Südwesten anschwellen lassen. Am Dienstag konnte die Unwetterzentrale zum Teil wieder sinkende Pegel vermelden - eine Entwarnung gibt es allerdings noch nicht: Über Weihnachten könnte das Hochwasser in Deutschland erneut ein großes Thema werden.
Eine Kreisstraße zwischen Daugendorf und Unlingen in Baden-Württemberg ist wegen Hochwassers gesperrt (Quelle: dpa)
"Es ist ein typisches Winterhochwasser, welches etwa alle zwei bis alle fünf Jahre vorkommt", sagte Andreas Wagner von der Meteomedia Unwetterzentrale.
"Die Mosel stagniert auf hohem Niveau. Die Schifffahrt ist noch möglich", so Wagner. Die Zuflüsse von Rhein und Mosel sinken derweil, der Main steigt langsam weiter an. "Am Mittwoch und am Donnerstag ist mit einer vorübergehenden, leichten Entspannung der Hochwasserlage zu rechnen."
Ab Donnerstagabend bringen dann neue Tiefausläufer wieder ergiebige Regengebiete aus Westen und Südwesten. "Ab Freitag können erste kleine Nebenflüsse von Mosel und Lahn wieder ansteigen", sagte der Meteorologe. "Es ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen, dass Hochwasser am Wochenende und leider auch über Weihnachten ein großes Thema in Deutschland sein wird."
Das Tauwetter und der Regen hatten in den letzten Tagen in Kombination zu erhöhten Wasserständen im Einzugsbereich von Mosel und Nahe geführt. Auch der Rhein stieg kräftig an, denn aus dem Schwarzwald und aus dem Neckareinzugsgebiet kam ebenfalls viel Schmelzwasser zusammen.
In Trier wurde am Montag die Hochwassermeldegrenze von 600 Zentimetern um einen halben Meter überschritten. "Auch in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Thüringen herrscht stellenweise typisches Winterhochwasser ohne gravierende Ausmaße", ergänzte Wagner.
Quelle: wetter.info, dapd, dpa