
08.01.2013, 07:58 Uhr | rf, wetter.info
Die kalte Luft kommt nach Deutschland, "soviel ist sicher", sagte Lars Dahlstrom vom Wetterdienst Meteomedia im Gespräch mit wetter.info. Mit Schneeschauern und winterlichen Straßenverhältnissen muss zumindest zeitweise überall im Land gerechnet werden. In der Nordhälfte setzt sich zum Ende der Woche womöglich auch Dauerfrost fest.
Derzeit herrscht bei den Wettermodellen aber noch Uneinigkeit, wie schnell und wie weit die Winterkälte dauerhaft auch nach Süden ausgreift. Am Donnerstag liegen wir an der Rückseite eines Tiefs über Osteuropa; dann strömt polare Kaltluft nach Deutschland.
Landesweit gehen die Temperaturen in einem ersten Schritt auf drei bis fünf Grad zurück. Für die Mittelgebirge bedeutet das leichte Schneefälle oberhalb von etwa 500 Metern. "Sonst dominiert eher die nasskalte Wettervariante", sagte Dahlstrom.
Doch am Abend erreicht eine zweite, markante Kaltfront den Norden. Schneeschauer breiten sich von Mecklenburg-Vorpommern in der Nacht bis in die Landesmitte aus. "Das sind allerdings keine großen Mengen", sagte Dahlstrom. In der gesamten Nordhälfte kann es aber rutschig auf den Straßen werden.
Im Süden muss zumindest in den Mittelgebirgen mit Flocken gerechnet werden, und Nachtfrost ist dann im ganzen Land ein Thema. Nur entlang des Oberrheins dürften die Werte knapp im Plusbereich liegen. Im äußersten Südwesten sind dann Regen- oder Schneeregenschauer unterwegs.
Am Freitag liegen die Temperaturen im Norden und Osten um null Grad herum, in den Mittelgebirgen herrscht leichter Dauerfrost. Im Süden dominieren dagegen leichte Plusgrade.
"Das ist wieder der Kampf der Luftmassen über Deutschland", sagte Dahlstrom. Etwas mildere Luft aus Frankreich drückt gegen die Kälte aus Norden. "Zeitweise schwappt dann was zu uns rüber." Wie weit und wann genau ist aber noch unsicher.
Wahrscheinlich liegt die Schneefallgrenze am Freitag im Schwarzwald und an den Alpen aber bei 600 bis 800 Metern relativ hoch. "Andere Modelle rechnen aber nur 400 Meter", sagte Dahlstrom. Das würde wiederum Schnee bis in die tiefsten Lagen bedeuten.
In der großen Nordhälfte bleibt es auch am Wochenende kalt. "Das haben wir einem Hoch über Skandinavien zu verdanken", sagte der Meteorologe. Trotz der Kälte sind Schneeschauer aber nicht so häufig dabei, denn die Luft es recht trocken.
Das sieht im Übergangsbereich der Luftmassen womöglich anders aus: In der Landesmitte ist kräftiger Schneefall nicht ausgeschlossen. Das betrifft vor allem das Bergland wie Sauerland, Rhön, Thüringer Wald und Erzgebirge.
Das ist alles noch etwas unausgegoren, und die Situation im Süden und Südwesten steht ebenfalls auf der Kippe: "Nasskalt wird's aber auf jeden Fall", sagte Dahlstrom.
Doch ob es bei leichten Plusgraden regnet oder um null Grad herum schneit, ist noch nicht ausgemacht. In mittleren und höheren Lagen ist es aber sicher Schnee der fällt.
Und in er neuen Woche? Da gelangt wahrscheinlich russische Kaltluft zu uns. Winterwetter für die meisten ist dann sehr wahrscheinlich. Die mildere Luft über Frankreich bleibt für den Südwesten aber ein Unsicherheitsfaktor.
Quelle: rf, wetter.info
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