
Bei einem schweren Unwetter sind in der Urlaubsregion Algarve im Süden Portugals mindestens 13 Menschen verletzt worden. "Es war sehr wahrscheinlich eine starker Tornado", sagte Fabian Ruhnau von der Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info nach einer ersten Analyse von Amateurfilmen und Fotos des Wirbelsturms. "Der Tornado hat sogar Baumstümpfe entrindet", erklärte der Meteorologe. "Er war so stark, dass kleine Trümmerteile den Baum quasi gesandstrahlt haben."
Krankenhaussprecher berichteten, zwei der Verletzten seien in ernstem Zustand. Wie Medien am Freitagabend unter Berufung auf die Behörden berichteten, wurden in den Bezirken Lagoa und Silves Dutzende Häuser sowie mehrere Fahrzeuge und auch ein Campingplatz zerstört oder schwer beschädigt.
Zahlreiche Bäume hat der Sturm entwurzelt oder umgeknickt. Es gebe auch Überschwemmungen nach sehr starken Regenfällen. Einige Straßen seien unbefahrbar, hieß es.
Erst eine umfassende Analyse der Schäden kann Sicherheit über die tatsächliche Stärke des Tornados verschaffen. "Ich gehe aber davon aus, dass es sich mindestens um einen F2, wahrscheinlicher um einen F3-Tornado, gehandelt hat", sagte Ruhnau.
Ein heftiger Wirbelsturm fegt über die Region an der Algarve hinweg. zum Video
Dabei treten Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern in der Stunde auf. In seinem Windfeld werden Trümmerteile zu lebensgefährlichen Geschossen.
Die Zentralregierung in Lissabon versprach den Betroffenen rasche Hilfe.
Quelle: rf, wetter.info, dpa