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Ab Sonntag droht gefährliche Glätte

10.02.2012, 10:49 Uhr

Am Sonntag und Montag kann es gefährlich glatt auf den deutschen Straßen werden (Quelle: dapd)

Am Sonntag und Montag kann es gefährlich glatt auf den deutschen Straßen werden (Quelle: dapd)

Die extreme Kälte wird sich in den kommenden Tagen langsam verabschieden. Doch damit ziehen auch Niederschläge durchs Land - und die haben es bei immer noch kalten Temperaturen in sich. "Am Sonntag folgt auf Schnee und Schneeregen schließlich Glatteisregen", warnt Stefan Laps von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Und die gefährliche Glätte hält auch zum Wochenstart an.

Der Samstag zeigt sich verbreitet von der sonnigen und trockenen Seite. Nur in den Mittelgebirgen, in den Alpen und im Alpenvorland kann es noch ein bisschen schneien, genauso wie an der Ostsee.

Die Temperaturen halten sich bei minus zwei bis minus fünf Grad. Im Süden wird es mit minus sieben und minus zehn Grad wieder kälter. Doch ganz lässt sich der strenge Dauerfrost noch nicht abschütteln. In den Mittelgebirgen und an den Alpen bleibt es mit bis zu minus 16 Grad eisig.

In der Nacht auf Sonntag erwischt es zunächst Schleswig-Holstein, den Norden Niedersachsens und Mecklenburg-Vorpommern: "Wenn die Niederschläge auf den tiefgefrorenen Boden fallen, kann es ganz schnell glatt werden", so der Meteorologe. Bei Temperaturen von minus drei bis minus zehn Grad im Norden. Die Niederschläge ziehen von Norden ins Landesinnere und bringen Schnee mit, der sich auch in Schneeregen und Glatteisregen verwandeln kann.

Strengen Frost gibt es bei bis zu minus 16 Grad in weiten Teilen Deutschlands. "In den Mittelgebirgen und den Alpen können sogar noch mal Temperaturen von minus 20 bis minus 26 Grad drin sein", erklärt Laps.

Temperaturen über null Grad

Im Laufe des Sonntages breitet sich dann das Niederschlagsgebiet weiter aus. Auf einer Linie von der Eifel über den Harz und bis zur Niederlausitz wird es vor allem Schneefall geben. "Aber auch das kann natürlich zu Glatteis führen," erklärt der Meteorologe. Einzig im Süden bleibt es am Sonntag bis zum Abend trocken und auch sonnig, bis auf vereinzelte hartnäckige Nebel- und Hochnebelfelder.

Im Norden Deutschlands durchbrechen die Temperaturen sogar die Null-Grad-Marke und klettern auf bis zu plus zwei Grad. In einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen bis Brandenburg sind immerhin schon minus ein bis minus fünf Grad drin. Südlich davon ist es mit minus vier bis minus acht Grad aber noch recht frostig. Den strengen Dauerfrost gibt es nur noch im Hochland bei minus zehn bis minus 13 Grad.

Vorsicht im Berufsverkehr

Zum Wochenstart verschärft sich die Glatteislage dann noch einmal. Denn in der Nacht zum Montag und am frühen Morgen breiten sich die Niederschläge bis zu den Alpen aus. Während dann im Süden und Süd-Osten eher Schnee fällt, wird es Richtung Westen Schneeregen und Glatteisregen geben. "Hier heißt es: Vorsicht im morgendlichen Berufsverkehr", warnt Laps.

Vor allem im Süden und Südosten hält sich der Dauerfrost hartnäckig mit minus ein bis minus fünf Grad. Im Nord-Westen entspannt sich hingegen die Wetterlage im Laufe des Montags. Denn hier zieht immer mehr mildere Nordseeluft ins Landesinnere und bringt wärmere Temperaturen als im Süden mit plus zwei in der gesamten Nordhälfte und bis plus sechs Grad im Emsland.

"Ein Winter, so wie wir ihn kennen"

Ob sich diese milden Temperaturen aber über ganz Deutschland ausbreiten, ist noch unsicher. "Das wird sich auch erst in den nächsten Tagen entscheiden", erklärt Stefan Laps. "Was wir sagen können ist, dass sich die Niederschläge intensivieren werden und die extreme Kälte der weniger kalten Luft weichen wird. Dann gibt es einen Winter, so wie wir ihn kennen."

Quelle: hs , wetter.info

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