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Wettervorhersage: Nah dran am 1956er Eiswinter

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06.02.2012, 10:30 Uhr

Nah dran am eisigen Winter von 1956

Seit Beginn der Kältewelle vor etwa zehn Tagen ist es immer frostiger und eisiger geworden. Anfang Februar könnte zu einem der kältesten Winter in der Geschichte werden: "Wenn dieser Februar so kalt bleibt, kommen wir nah dran an den berühmten 1956er Winter", sagte Oliver Klein vom Wetterdienst Meteomedia zu wetter.info.

Der eisige Winter lässt nicht nur in Deutschland nicht locker. Am Genfer See in der Schweiz hat sich ein Eispanzer um ein Auto gebildet (Quelle: AP/dpa)

Der eisige Winter lässt nicht nur in Deutschland nicht locker. Am Genfer See in der Schweiz hat sich ein Eispanzer um ein Auto gebildet (Quelle: AP/dpa)

Am Montag ist es im Osten Deutschlands sowie in den süddeutschen Mittelgebirgen und am Alpenrand am kältesten. Die Temperaturen liegen bei minus 10 bis minus 14 Grad. Im Rheinland wird es maximal minus 2 Grad. "Es bleibt relativ freundlich", versprach Klein: "Es gibt viel Sonnenschein, höchstens ein paar Wolkenfelder im Westen und im Alpenraum Hochnebel."

Die kalte, trockene Luft ist gesund und lädt zu Spaziergängen ein: "Mit entsprechender Kleidung ist das Wetter nicht zu verachten", sagte Klein und verwies zusätzlich auf den meist nur schwachen Wind.

Dicke Wolken aus Südost

Die Nacht zum Dienstag wird die kälteste Nacht mit Temperaturen um die minus 15 Grad. Am Dienstag ziehen von Südosten dickere Wolken aus Österreich und Tschechien nach Deutschland. Zwischen Lausitz und Alpen kann es ein bisschen schneien, so Klein. Auch im Chiemgau kommt ein bisschen Schnee runter, ansonsten aber gibt es höchstens "leichtes Geflöckel". "Es ist zu kalt für richtig dicken Schnee", erklärte der Meteorologe. Der fällt am ehesten bei Temperaturen um die Null Grad.

Es ist am Dienstag nicht mehr so sonnig wie vorher, es herrscht mäßiger bis strenger Frost. Die Temperaturen bewegen sich zwischen minus 10 Grad und minus 1 Grad an der Nordsee.

Kurzzeitig über Null Grad

Am Mittwoch schwächt der Frost etwas ab. In Ostfriesland und im Rheinland kann es sogar plus 1 Grad werden - "das ist das höchste der Gefühle", sagte Klein. In den Mittelgebirgen ist aber weiter strenger Dauerfrost angesagt. Insgesamt wird es deutlich wolkiger. Es fällt aber weiterhin nur wenig Schnee.

"Die zweite Wochenhälfte bleibt winterlich", kündigte Klein an. Am Donnerstag komme es zu einer "Frostverschärfung" - es wird wieder kälter. Einen kurzen Blick warf Klein schon Richtung kommendes Wochenende: Ab Freitag soll es bei weiterhin eiskalten Temperaturen wieder sonniger werden.

Kalte Winter in der Vergangenheit

Es gab in der Geschichte weitere eiskalte Winter: Die in der Doline Degerfeld in Baden-Württemberg gemessenen minus 26,6 Grad steckt der Winter im Jahr 2000 noch locker in die Tasche. Dort wurden am 25. Januar 2000 nämlich minus 34,6 Grad gemessen. In Mecklenburg-Vorpommern war es mit minus 23,9 Grad so kalt wie seit 1987 nicht mehr.

Eisige Kälte: Das Foto, freundlicherweise von Heidrun Lieke aus Uetze zur Verfügung gestellt, zeigt Kinder auf der zugefrorenen Fuhse im Winter 1956 (Quelle: www.myheimat.de)Eisige Kälte: Das Foto, freundlicherweise von Heidrun Lieke aus Uetze zur Verfügung gestellt, zeigt Kinder auf der zugefrorenen Fuhse im Winter 1956 (Quelle: www.myheimat.de) Die Werte lassen sich allerdings oft nur schwer vergleichen. Seit den 50er Jahren entstanden in den Umgebungen vieler Wetterstationen weitere Häuser, was die Temperatur ansteigen lässt. Einige Wetterstationen wurden zudem verlagert und stehen nicht mehr exakt an der gleichen Stelle wie damals.

Quelle: tbo, dpa, wetter.info

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