
23.01.2013, 11:03 Uhr | dpa, AFP
Im eisigen russischen Winter mit Rekordschneefällen und extremen Minusgraden ist die Zahl der Kältetoten landesweit auf mehr als 200 gestiegen. Auch in Polen starben inzwischen über 100 Menschen an der Kälte.
Insgesamt seien in diesem Winter bisher 207 Menschen in Russland erfroren, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Ärzte. Besonders betroffen ist das Gebiet Tjumen in Westsibirien.
Mehr als 4500 Menschen mussten seit dem Wintereinbruch wegen Erfrierungen oder Unterkühlung behandelt werden. Der russische Wetterdienst sagte weiter sinkende Temperaturen voraus. In Moskau sollte es sich tagsüber bis zu minus 18 Grad Celsius abkühlen, nachts vor allem im Norden der Hauptstadt bis zu minus 27 Grad.
Auch in Polen sind in diesem Winter bereits mehr als hundert Menschen erfroren. Am Wochenende habe es vier weitere Kältetote gegeben, teilte die Polizei mit. Damit sei die Gesamtzahl der Erfrorenen seit Winteranfang auf 101 gestiegen.
Das polnische Innenministerium rief die Bevölkerung erneut dazu auf, besonders auf Kinder, ältere Menschen und Obdachlose achtzugeben.
In Polen herrschen derzeit Temperaturen um minus zehn Grad. Nach Polizeiangaben sind seit Jahresbeginn 19 Menschen erfroren. Im vergangenen Winter hatten etwa 200 Menschen die Kälte nicht überlebt. Die meisten Kältetoten in Polen sind Obdachlose.
Quelle: dpa, AFP
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