Hintergrundgrafik Wetter Info
powered by t-online
Suchen


Sie sind hier: Wetter.info >

Wetter Deutschland

>

Unwetter in Deutschland: Mehr Unterstützung bei versichertem Eigentum

Drucken Drucken
26.06.2015, 09:45 Uhr

Unwetter in Deutschland Mehr Unterstützung bei versichertem Eigentum

Über 180 beschädigte Häuser, umgestürzte Bäume, mehrere Verletzte: So liest sich die Bilanz eines Tornados, der in der Nacht vom 13. auf den 14. Mai 2015 mit Sturmböen von bis zu 250 Kilometern pro Stunde über der Region Augsburg wütete. Zwar konnten Betroffene anschließend finanzielle Soforthilfen anfordern, versicherte Hausbesitzer bekamen aber mehr Unterstützung.

Zerstörte Gebäude in Niederbayern. (Foto: dpad)

Zerstörte Gebäude in Niederbayern. (Foto: dpad)

Grund für die Verwüstung war das Tief "Diethelm", das in Teilen Bayerns für heftige Gewitter mit Windböen aus unterschiedlichen Richtungen und in verschiedenen Höhenlagen sorgte. Besonders schwer traf es den Landkreis Aichach-Friedberg: Das Landratsamt schätzte die Sachschäden auf mindestens 40 Millionen Euro. Sieben Personen erlitten Verletzungen. Die Sicherungs- und Aufräumarbeiten der zum Teil einsturzgefährdeten Gebäude erforderten den Einsatz von hunderten Feuerwehrleuten, Rettungskräften und freiwilligen Helfern.

Finanzielle Unterstützung abhängig von Versicherung

Neben den kurzfristigen Hilfsmaßnahmen sicherte die bayerische Staatsregierung wenige Tage nach dem Unwetter Finanzhilfen für die Geschädigten zu: Über einen Antrag auf Soforthilfe konnten versicherte Betroffene bis zu 5000 Euro pro Privathaushalt vom Finanzministerium anfordern. Haushalte ohne entsprechende Versicherung erhielten lediglich reduzierte Soforthilfen von bis zu 2500 Euro. Nach Angaben der Versicherungskammer Bayern gingen 300 Schadensmeldungen ein – nur rund ein Drittel der Tornado-Opfer war jedoch gegen Sturmschäden versichert. Hintergrund: Die Elementarversicherung, die bei Schäden durch Naturkatastrophen greift, ist keine Pflichtversicherung für Hauseigentümer.

Elementarversicherung

Staatliche Unterstützung gibt es nur bei besonders schweren Unwetterschäden im Sinne einer ersten Direkthilfe und muss für jeden Einzelfall von der jeweiligen Landesregierung beschlossen werden.

Trotz steigender Anzahl der Schadensfälle und anwachsender Schadenshöhen sind in Deutschland nur rund 35 Prozent der Gebäude versichert. Ohne eine entsprechende Versicherung können auf die Haus- oder Wohnungsbesitzer im Schadensfall hohe Kosten zukommen.

Anteil der versicherten Gebäude in Deutschland. (Quelle: FinanceScout24)



Hausbesitzer sollten sich daher rechtzeitig informieren, ob sie gegen Naturgefahren abgesichert sind und die Versicherung bei Sturmschäden greift. Im Schadensfall ist man nicht nur besser abgesichert. Hausbesitzern mit Elementarversicherung stehen auch höhere Direkthilfen vom Staat zu. Ein Schutz vor Elementarschäden ist für jeden Hausbesitzer sinnvoll, um sich für den Fall der Fälle abzusichern.

Quelle: wetter.info

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
Ihre Meinung zählt
Ihre Meinung zählt
Sie haben Fragen rund um das wetter.info Portal, oder möchten uns Tipps und
Anregungen geben? Die wetter.info Redaktion freut sich über Ihre Email.
Ihr Name
Ihre Email-Adresse
Schreiben Sie uns:
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
 

"Unwetter in Deutschland: Mehr Unterstützung bei versichertem Eigentum" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Unwetter in Deutschland: Mehr Unterstützung bei versichertem Eigentum" gefallen hat.

 

Die Videos von wetter.info erklären das Wettergeschehen. mehr

Anzeige
Anzeige

Anzeige